Probetour rund um Luzern
Nur noch 50 Tage, bis es nach Alaska geht. Für meine kommende Panamericana-Tour habe ich Mitfahrer gesucht (und suche noch ab den USA und südlich), und Till hat sich gemeldet. Er würde gerne in Alaska und vielleicht noch einmal in Bolivien mitradeln.

Um zu schauen, ob man drei Wochen zusammen auskommen kann, wollten wir ursprünglich vor zwei Wochen eine Tour um Siena machen. Während ich schon auf dem Weg dorthin war, erhielt ich den Anruf, dass er es wegen schlechten Wetters in Norwegen nicht rechtzeitig schaffen würde. Ich habe mir Florenz und Siena trotzdem angeschaut, aber ohne Fahrrad.



Florenz, Siena und Mantua.
Letztes Wochenende, an Ostern, hat es aber noch geklappt. Nach 5 Stunden angenehmer Zugfahrt von München bin ich in Luzern angekommen.
Tag 1: Nordwest
Bei schönstem Sonnenschein, aber noch etwas frisch, ging es durch Luzern in die hügeligen Voralpen, ähnlich wie im Münchener Süden.
Till hatte am Anfang noch Schwierigkeiten mit seinen Klickschuhen. Als wir das Problem gefunden hatten, mussten wir noch mal ein paar Meter zurückradeln, da sich beim letzten Fotostopp eine der Schrauben im Schuh gelöst hatte und dabei verloren ging.
Es ging auf kleinen Straßen auf und ab. Zur Mittagspause gab es ein Semmerl und eine Ovomilch an einer Tankstelle. Nachdem Till Hauptstraßen um jeden Preis vermeidet, kamen ein paar Höhenmeter und auch etwas Gravel zusammen.
Am Abend habe ich noch mal Kilometer gesammelt, als ich ins Kino geradelt bin, da Till noch verabredet war (17 km). Eigentlich wollte ich mir nach dem Film noch die Stadt anschauen, aber der Film dauerte länger als erwartet.



Tag 2: Nordost
Für die Route an Tag 2 ging es erstmal wieder durch Luzern. Direkt in der Stadt begann auch schon der erste richtige Anstieg. 200 hm mit 8-10% Steigung.
Die gesamten Höhenmeter des Tages haben sich aber voll und ganz gelohnt. Am höchsten Punkt angekommen gab es eine nette Wirtschaft und damit auch ein gutes Mittagessen.
Über tolle Serpentinen und einen Höhenweg mit einer super Aussicht auf schneebedeckte Zwei- bis Viertausender fuhren wir weiter. Bei den warmen Temperaturen gönnten wir uns noch ein Eis am See. Zum Abendessen gab es die gute Barilla-Bolognese mit Spaghetti.
Die Rückfahrt am nächsten Tag verlief auch problemlos (die normale Zugverkehrs‑Verspätung halt). Bevor es zurückging, schaute ich mir aber noch die Altstadt von Luzern an.



Fazit
Eigentlich wären wir gerne noch weiter in die Berge gefahren, aber wegen der Schneelage und der damit gesperrten Pässe mussten wir Richtung Norden ins hügelige Vorland. Bei dem schönen Wetter und den Höhenmetern war das aber auch vollkommen ausreichend.
Auch wenn wir nicht campen oder mit Gepäck unterwegs waren, hat es Spaß gemacht, und wir haben uns gut verstanden. Till war deutlich schneller und sportlicher unterwegs, deswegen überlegt er es sich noch. Es würde mich aber sehr freuen, wenn er mich von Fairbanks bis Whitehorse begleitet.
Als nächstes…
… geht es für mich noch zum Impfen. Mein Bärensicherer Kanister ist inzwischen auch angekommen. Ansonsten stehen noch kleine Besorgungen an, wie z.B. breitere Reifen damit es auf den Schotterstraßen Alaskas bequemer unterwegs zu sein (bessere Federung).

Noch paar Tage und das Abenteuer beginnt. Die ersten 10 Tage und 800 km in Alaska werden ohne Mobilfunk und nur mit 2 Tankstellen so richtig anders. Mehr dazu bald. Melde dich zum Newsletter an, um nichts mehr zu verpassen.
In den kommenden Tagen mache ich ein Q&A (Frage und Antwort) auf Instagram. Also bleibe gespannt.

