Panamericana - ich komme
2026 (und 2027) ist es so weit. Nach Jahren des Träumens geht es Ende Mai/Anfang Juni in Alaska los 😄.
Das erste große Ziel wird es sein von Deadhorse, ganz im Norden von Alaska, über den Yukon und British Columbia durch Kanada nach San Francisco zu kommen.
Bis zur Grenze Kanada-Mainland USA steht die Route schon. Danach werde ich schauen, wonach es mir steht und was mir so empfohlen wird.
Auch wenn manche sich aufgrund der aktuellen politischen Lage nicht in die USA trauen, sage ich mir: Eine bessere Zeit für mich wird es nicht geben. Die Einwohner werden nicht unfreundlicher, und das Wetter macht vor Politik auch keinen Halt. Also warum sollte ich es?
Warum in Alaska starten?
Ich würde ehrlich sagen, es kommt von den Reiseberichten anderer Radreisender auf YouTube. Auf die Natur und Ruhe zu Beginn freue ich mich einfach.
Und warum Deadhorse?
Ca. 800 km nördlich von Fairbanks liegen die Ölfelder von Prudhoe Bay bei Deadhorse. Diese Strecke verläuft als reine Versorgungsstraße neben der Pipeline in den Norden und nennt sich Dalton Highway. Dort wurde auch die Serie Ice Road Truckers gedreht.
Mit nur zwei Truckstops mit der Möglichkeit auf eine Dusche und etwas zu essen und zum größten Teil nicht asphaltiert, ist es eine Herausforderung. Man kann von Anchorage nach Deadhorse fliegen, was mein Plan ist. Falls das Wetter auf der Strecke zu schlecht sein sollte, kann ich stattdessen dann in Anchorage starten. Denn der Dalton Highway wird mit Kalk gestreut, um den Staub zu reduzieren, aber bei Regen wird dieser dann zum Klebstoff.
Wenn ich aber schon in Alaska anfange, dann wirklich am nördlichsten Ende der längsten Straße, der Panamericana.
Vorbereitung
Es wird noch ein oder zwei Probetouren geben. Jeweils mit potenziellen Teilstück-Mitradlern. Ansonsten bin ich aktuell in einer WhatsApp-Gruppe für Panamericana-Radler und bleibe so über die aktuelle Lage auf dem Laufenden.
Außerdem bin ich schon fleißig am Spanisch lernen um mich als alleinreisender auch verständigen zu können.
Auf dem Laufenden bleiben
Ich werde versuchen, die Reise auf vier Kanälen zu teilen. Der aufwendigste ist dieser Blog, aber mir persönlich am wichtigsten.
Auf Instagram werde ich versuchen, ein paar Eindrücke zu teilen. Für die Route wird es weiter die verlinkte Route auf dieser Webseite geben, aber dieses Mal auch auf Polarsteps. Einer App, die die Route aufzeichnet und mit Bildern und Kommentaren ergänzt werden kann.
Für meine Familie und Freunde schaue ich mir etwas von Tim, mit dem ich durch Dänemark gefahren bin, ab. Eine WhatsApp-Community, in der ich ähnlich wie in einer Gruppe vor allem die ältere Generation einfach auf dem Laufenden halten kann.
Auch wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass es schon schwer ist, einen Kanal zu bedienen, glaube ich, dass es machbar ist, da ich entspannter unterwegs sein möchte.
Zeitplan
Ende Mai/Anfang Juni, wenn es nicht mehr schneit und keine Minusgrade auf dem Dalton Highway hat, aber bevor die große Schneeschmelze einsetzt, soll es losgehen.
Wenn ich mit dem Tempo von meiner Nordkap-Radreise rechne, sind das 3000 km in 40 Tagen inklusive 4 Pausentagen. Das sind auf die Strecke nach Ushuaia in Südargentinien, 330 Tage. Theoretisch hört sich ja nur ein Jahr gut an, aber man muss an den Jahreszeitenwechsel denken. Deswegen plane ich mit 50 Tagen pro 3000 km. Damit wären es ca. 420 Tage. Dabei habe ich immer noch 90 Tage Puffer, um erst im Sommer, also im Dezember 2027, dort anzukommen.
Hier eine Karte die meiner groben Route entspricht:

Werde ich alleine fahren?
Grundsätzlich ja, aber ich werde mich wieder an bekannten Routen halten und so sehr wahrscheinlich auf andere Radreisende treffen.
Außerdem habe ich auf der Mitradlzentrale des ADFC inseriert, und es hat sich jemand gefunden, der mich wahrscheinlich in Kanada begleitet. Ein Freund überlegt, mich in Alaska und vielleicht in Südamerika nochmal zu begleiten. Das sichert mir mehr Unterstützung meiner Familie, wenn ich nicht alleine bei den Bären Fahrrad fahre. Falls du auch Lust hast, ein Stück mitzuradeln, dann lass es mich wissen.
Ausblick
Bis Juni sind es noch ein paar Monate, die ich nutzen werde, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. In den kommenden Tagen werde ich meinen Flug nach Alaska buchen und in den verbleibenden Wochen meine Ausrüstung nochmals testen und optimieren.
Bevor es losgeht, werde ich noch versuchen hier die größten Fragen zu beantworten. Also lasst mir eure fragen gerne zukommen.
Auf einen guten Start ins neue Jahr 🎉
PS: die Webseite hat inzwischen schon eine englische und spanische Übersetzung 😉