Radreise ans Nordkap von Flensburg - Teil 1: Dänemark und Süd-Norwegen
Für mich ging es ab Anfang August 2025 ans Nordkap. Etwas das schon lange auf meiner Bucketlist war. Nachdem ich von Istanbul heimgeflogen bin, weil es mir dort zu warm wurde, hat es mich nochmal gereizt aufs Rad zu steigen. Nach 36 Grad in der Türkei wollte ich etwas kälteres. Bevor es aber am Nordkap zu kalt werden würde sparte ich mich eine Deutschlanddurchquerung und fuhr mit dem Zug von München bis nach Flensburg.
Dänemark
Flensburg war voller Radreisender die ich aber schnell hinter mir ließ. Die erste Nacht verbrachte ich noch auf einem Campingplatz da der Zug bereits um 5:45 Uhr München verließ.
An Tag 2 traf ich auf Tim, einen Radreisenden der nach Island wollte. Bis Hirtshals im Norden Dänemarks fuhren wir 4 Tage zusammen und verbrachten die 4 Nächte immer in einem Shelter. Öffentliche Schutzhütten, die oft auch mit Feuerholz ausgestattet und kostenlos sind.
Durch Dänemark sind wir ziemlich auf gerade Linie gefahren, denn für uns beide war es eigentlich nur ein Durchfahrtsland. Den Eurovelo 3 in Dänemark haben wir dabei mehrfach gekreuzt. Es waren Tage ohne viele Höhenmeter und immer auf schönen Fahrradwegen oder sehr wenig befahrenen Straßen.
Mein Radmantel blätterte am Ende von Tag 3 einfach ab und förderte eine schnelle Plattenbildung. Gott sei Dank war der nächste Fahrradladen nicht weit weg und ich konnte mir neue Mantel kaufen. Bis auf einen kurzen Schauer an morgen von Tag 3 und Gegenwind auf der geraden Straßen von Aarlborg nach Hirtshals an Tag 5 war nicht mehr aussergewöhnliches vorgefallen.






Süd-Norwegen
In Hirtshals an Tag 6 trennten sich die Wege mit Tim aber ich traf auf der Fähre nach Larvik den nächsten Radreisenden. Mit Robert bin ich auch noch 3 Tage bis Oslo geradelt und schaute mir die Stadt mit ihm an. Robert war Frühaufsteher und nutze dann die lange Mittagspause zum Angeln und zum Abend trafen wir uns wieder an einem Shelter mit frischem Fisch.
Nach Oslo ging es auf dem Eurovelo 3 zwar alleine weiter aber es kam eines meiner Highlights meiner Reise, der Rondane Nationalpark. Ein hochplateau das schon über der Baumgrenze liegt und wunderschöne Berge mit zum Teil noch schnee hat. Etwas anstrengend war der Anstieg (900 hm auf 11 km) aber von vergleichbarem voralpenland zu einem baumlosen bergischem Plateau mit fabelhaften Ausblicken hat es sich definitiv gelohnt. Dort oben hatte ich meine kälteste Nacht bei ca 3°C aber in guter Gesellschaft von wanderern, die den Pilgerweg von Oslo nach Trondeim gingen.
Leider war es zu der Zeit schon nachsaison und die Lebensmittelgeschäfte hatten sonntags nicht mehr geöffnet, ansonsten wäre ich dort sicherlich noch wandern gegangen. Aber ohne Essen fuhr ich weiter wieder ins Tal um meine Vorräte wieder aufzufüllen. Am Supermarkt traf ich dann Anne aus Trondheim, mit der ich dann Pizzaessen war, als ich dort war. Vor Trondheim machte ich noch einen Pausentag um etwas Regen auszusitzen und duschte mal wieder, da ich seit Oslo nur wild gezeltet habe. Außerdem kaufte ich mir noch eine neue Regenjacke da ich meiner alten nicht mehr vertraute.









Im nächsten Blogeintrag geht es dann von Trondheim aus weiter auf dem Eurovelo 1 entlang der norwegischen Küste bis ans Nordkap.
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