Denali Nationalpark und Highway

Denali Nationalpark und Highway
Bilck auf die Alaska Range vom Denali Highway

Vor Till und mir stand eine wunderschöne Route durch den Denali Nationalpark und den Denali Highway. Zwei sehr schöne Abschnitte meiner bisherigen Reise.

Die Ankunft von ihm hat wunderbar funktioniert. Mit dem Ziel von 100 km, um es pünktlich zu Tills Rückflug in Whitehorse zu schaffen, war es ein anstrengender Abschnitt. So werde ich für 3 Wochen nicht alleine sein.

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Vom 14.6.2026 bis 21.6.2026: 7 Tage, 646 km, 6046 hm und 0 Pannen

Von Fairbanks in die Berge

Erster Punkt für uns war einkaufen gehen und dann ging es mit zwei großen Anstiegen von je über 5 km raus aus Fairbanks. Leider war die zweite Abfahrt von einer Baustelle blockiert und wir mussten diese im Truck zurücklegen. Um uns nach 90 km zu erfrischen erreichten wir eine kleine und etwas schiefe Bar in Nenana. Dort fanden wir eine nette Gruppe von Menschen die uns etwas über das Dorfleben und Bären erzählte. Danach wollten wir noch etwas weiter fahren da es nur noch flach sein würde aber wir hatten nur noch starken Gegenwind. Da es Sumpfgebiet war gab es kaum Möglichkeiten anzuhalten aber nach 119 km fanden wir vollkommen erschöpft eine verlassene Kiesgrube.

Der zweite Tag mit Till war dann schon wieder interessanter da es in die Alaska Bergkette bis kurz vor den Denali Nationalpark ging. Da es dort am Eingang nur einen Tankstellenmarkt gab und für den Abschnitt danach auch nicht mehr viel kommen sollte mussten wir in Healy noch groß einkaufen. Am besten für 6 Tage aber so viel konnte ich gar nicht unterbringen. Die Nacht verbrachten wir kurz vorm Eingang hinter einem Kieshaufen am Fluss.

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Till hat auch auf seinem Instagram etwas dazu gepostet: @till_hill13

Denali Nationalpark

Ich hatte den Denali ja schon vom Süden aus schön gesehen aber wollte noch mal in die Nähe im Nationalpark. Direkt bei der Einfahrt querten schon die ersten Elche. Wir organisierten uns eine Backcountry Permit mit der wir auch im Park schlafen durften. Für diese mussten wir auch eine ca. 30 Minuten Schulung zum Thema Verhalten und Sicherheit anschauen. Wir suchten uns einen Sektor im Park aus, in dem wir schlafen mussten und der länger entlang der Straße lief da wir nicht wussten wie weit wir kommen würden. Mit einem leeren Camperbus fuhren wir 2 Stunden soweit es möglich war hinein. Das alleine war es schon wert.

Vor 3 Jahren wurde die Straße an Milepost 43 weggespült deswegen ging der Bus nicht bis zum Aussichtspunkt sondern musste davor stoppen. Von anderen Radreisenden wusste ich das man diesen Landslide umgehen kann wenn man durchs Flussbett schiebt. Auch wenn die Brücke fast fertig ist durften wir nicht darüber. Somit ist 2026 das letzte Jahr wo man als Wanderer oder Radreisender die Straße hinter dem Landslide für sich alleine hat.

Nach 3 Stunden schieben, 5 Kniehohen eiskalten Flussdurchquerungen und 8 km waren wir auf der Straße angekommen. Es war sehr schön und extrem leise. Ich glaube ich habe noch nie so eine ruhe gehört. Nach 15 km fanden wir einen ruhigen und halbwegs flachen Spot zum schlafen.

In der Früh hatten wir dann blauen Himmel aber mit Wolken am Horizont. So entschieden wir nur etwas essen mitzunehmen und weiter zu radln. Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir Schneefelder die die Straße noch Knöcheltief bedeckten aber wir hatten dort einen guten Blick auf den wolckenfreien Denali. Dort frühstückten wir dann und sahen zu wie die Wolcken den Denali langsam verschwinden ließen. Danach fuhren wir zurück zu den Zelten, packten zusammen und machten uns auf zurück zum Flussbett und Bus. Auf dem Weg trafen wir zuerst noch drei Franzosen die es probieren wollten hinter die Schneefelder zu kommen und dann radelten wir auf einer Abfahrt noch langsam an zwei Grizzlybären vorbei. Die zwei waren nur 6-7 Meter entfernt aber genauso erschrocken wie wir.

Für den Rückweg durchs Flussbett brauchten wir nur noch 2:30 Stunden und kamen abends wieder am Ausgangspunkt an. Dort blieben wir dann auf dem Campingplatz und gönnten uns eine Pizza in der Ortschaft.

Denali Highway

Das nächste Highlight war nur einen Tagesritt entfernt: der Denali Highway. Zur Hälfte Schotterstraße und der Rest löchriger Asphalt. Vom Denali Nationalpark Campingplatz ging es mit Rückenwind bis nach Cantwell zum Start des Highways. In Cantwell an der Tankstelle füllten wir nochmals alles für 4 Tage mit Tortilla Wraps, Philadelphia und Nutella Auf. Dann hörte plötzlich der Asphalt auf und der Schotter begann. Zum Teil wurden wir ganzschön eingestaubt aber es mit einem Auto pro km, hielt es sich in grenzen.

Eigentlich hatten wir uns einen Campingplatz ausgesucht aber dieser war so Mückenverseucht das wir dort nur Wasser auffüllten und weiter fuhren. Dies war die richtige Entscheidung denn wir erreichten paar Kilometer später einen Hügel von dem man die gesamte Bergkette sehen konnte, auf dem ein Parkplatz war der von der Straße weit genug entfernt war und daneben einen See zum baden hatte. Vor allem aber keine Mücken 😅.

Am zweiten Tag auf dem Highway ging es weiter entlang der Bergkette mit schönen Ausblicken. Zum Mittag- und Abendessen passierten wir jeweils Lodges bei denen wir etwas essen konnten. Eine Freude wenn diese nicht erwartet hat. In der zweiten Frühstückten wir dann auch erneut. Der dritte Tag startete danach mit einem längeren Anstieg. Oben änderte sich das Wetter von T-Shirt und Sonnenschein zu Daunenjacke und Regen. Die Seen waren auch noch zum Teil zugefroren. Schnee lag aber kaum mehr.

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Meine Reisestatistiken: chart.cycling-basti.de

In Paxson erreichten wir dann endlich wieder den Highway. Dort folgten wir der Pipeline die aus Deadhorse dort vorbeikommt Richtung Norden. Am Abend war es aber wieder trocken und wir konnten im trockenen unsere Zelte an einem Fluss aufstellen. Als wir dort unsere Nudeln assen schwamm auf einmal ein Elch vorbei. Sieht man auch nicht alle Tage 🫎.

Nach dem Staub und Anstrengungen buchten wir uns eine Unterkunft in Delta Junction um mal die Kleidung zu waschen und ein richtiges Bett zu genießen. Leider hat am Sonntag dort kein Restaurant geöffnet deswegen gab es nur noch den Subway. Der Mitarbeiter spendierte uns dann noch ein Getränk von der Tankstelle nebenan. Auf dem Rückweg schlenderten dann auch noch 2 Elche durch die Siedlung.

Fazit

Trotz der Schotterstraße und Flußdurchquerungen hat es sich definitiv gelohnt. Wir hatte so tolle Ausblicke bei (fast) perfektem Wetter auf diesem Abschnitt das ich diese Highlights nur jedem empfehlen kann. Auch wenn Till ein anderes Tempo fährt hat es gut funktioniert und wir haben unseren Rhythmus schnell gefunden.

Als nächstes geht es auf dem Alaska Highway nach Kanada 🇨🇦.

Und nun nur für meine Sponsoren sichtbar das Bild meiner Pizza vor dem Denali Nationalpark. Leider dieses Mal vergessen ein Bild davor zu machen, weil wir so hungrig waren🙃. Aber ihr könnt mir glauben sie war sehr gut. Bei der nächsten denke ich wieder daran. Vielen Dank euch 😊

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