PanAm 10: Oregons schöne Küste

PanAm 10: Oregons schöne Küste

Dieses mal geht es durch Oregon entlang der schönen und felsigen Küste zu den Redwoods. Naomi und ich treffen und fahren Stückweise mit Noah, Bailey, Keane und Iza.

Die Verspätung des Newsletters ist zu entschuldigen. Seit dem erreichen von San Francisco war leider nicht mehr viel freie Zeit oder Internet verfügbar zum schreiben. Ich hoffe in San Diego oder in Ensenada mit paar Tagen Pause aufzuholen.

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Vom 13.9.2026 bis 19.9.2026: 7 Tage, 596 km, 5173 hm und 0 Pannen
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Felsen und Sanddünen

Unsere erste Nacht in Oregon auf dem Fort Stevens Campground war ruhig und erholsam. Wir konnten im Trockenen zusammenpacken aber sind im Nieselregen losgeradelt. Dieser hielt Gott sei Dank nicht lange an. Nach kurzer Zeit erreichten wir Seaside, wo Naomi sich erst mal einen Kaffee kaufte und ich eine heiße Schokolade. Dort wurde uns auch angeboten, in einem Apartmentkomplex nach einer Führung zu bleiben aber dafür hatten wir leider keine Zeit.

Es war schön, am gleichen Strand zu stehen, wo Lewis und Clark ihre Rückreise antraten. Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir Cannon Beach und den Haystack Rock. Natürlich machten wir wie jeder andere auch dort ein Foto.

Die Straße war schon stark befahren und es kam mein zweiter Straßentunnel auf der bisherigen Reise. Da ich aber immer noch kein Rücklicht hatte, wurde ich von einem netten Herrn angehalten, der mir eines geschenkt hat.

Der Tag brachte auch noch einige Höhenmeter bis zum nächsten Campingplatz. Dort hätte uns die erste Nacht statt der 20 Dollar pro Platz zehn Dollar extra gekostet. Das sahen wir nicht ein zuzahlen und sind deswegen ein kurzes Stück weitergefahren und haben am Strand gezeltet, auch wenn das mit der Flut eng wurde.

An Tag 107 meiner Reise wurde ich von Fischern geweckt, die direkt vor unserem Strand auf und ab fuhren. Ich hatte dadurch aber genügend Zeit, auch mal wieder mit zu Hause zu telefonieren. Schon am Vormittag erreichten wir Tillamook mit der gleichnamigen Molkerei. Dort machten wir eine kurze Tour und kauften natürlich Käse ein.

Zum Mittagessen waren wir aber wieder an der Küste und konnten dabei Wale und Surfer beobachten. Auf dem Parkplatz waren auch ganz viele Hasen unterwegs vor denen wir unser Essen schützen mussten. Danach hatten wir noch zwei große Hügel zu bewältigen. Bevor wir unseren Campingplatz in Lincoln City erreichten, überholte uns auch noch das Google Street View Auto. Mal schauen, wann die Bilder online gehen. Auf dem Campingplatz trafen wir noch ein Pärchen, Bailey und Keane, aus Vancouver, das nach Guatemala radelt, und hatten so einen schönen Abend.

Auch am nächsten Morgen haben wir viel Zeit mit Ratschen verbracht und sind erst nach zehn losgekommen. Es war wieder ziemlich bewölkt an der Küste aber ich erreichte meine 7000-km-Marke. Zum Mittagessen gab es zur Feier des Tages gute Pancakes bei Pig and Pancakes. Danach waren wir aber so voll, dass wir nicht mehr weiterkonnten und bereits um 15 Uhr auf dem Campingplatz der Stadt Feierabend machten. So hatte ich Zeit, am Strand meinen Blog zu schreiben. Außerdem hatten wir dort einen sehr schönen Sonnenuntergang.

Tag 109 begann nach einer nur 9° kühlen Nacht etwas anders, denn andere Radreisende, die dort ihre letzte Nacht verbracht hatten, luden uns zum Frühstück ein. So gab es wieder Pancakes zum Frühstück. Mit Rückenwind ging es danach weiter entlang der Küste bergauf und bergab. Unsere Mittagspause war aber an einem der schönsten Orte. Mit Sonne, Strand und Meer genoss ich mein typisches Mittagessen: Brot mit Käse, Schinken und Gurke. Danach noch eins mit Nutella.

Kurz vor meinem dritten Straßentunnel der Reise holten wir einen Stau ein, der aufgrund von Sraßenmarkierungsarbeiten entstanden ist. In dem Stau holte ich einen Anhänger ein, an dem ich mich am nächsten Hügel hochziehen lassen konnte. Das wollte ich schon immer mal machen, auch wenn mir danach der Arm wehgetan hat aufgrund meiner Sportverletzung.

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Auf meiner "Würde ich gerne mal machen"-Bingo Karte stand zum Beispiel auch am Strand schlafen oder die Milchstrasse aus meinem Zelt zu sehen. Zweiteres muss nochmal besser passieren. E steht auch noch zB. unter einer Brücke zu schlafen darauf.

Kurz vor den Sea Lion Caves konnte ich noch einige Seelöwen beim Spielen in den Wellen beobachten, bevor es wieder hinab nach Florence ging. Kurz vor der Stadtgrenze holten wir noch einen anderen Radreisenden ein. Noah, der von Vancouver nach LA radelt, wie es seine Eltern vor 30 Jahren gemacht haben. Mit ihm blieben wir auf dem Jessie M. Honeyman Campground.

Zum Abendessen wanderten wir auf die Sanddünen, die es entlang dieses Abschnitts überall gibt. Oben genossen wir noch eine Melone als Nachtisch. Bailey und Keane erreichten den Campground erst um 22:00 Uhr und verpassten das leider.

Zu fünft hatten wir am nächsten Morgen aber ein schönes Frühstück zusammen und vereinbarten, dass wir uns am Abend in Sunset Bay wieder treffen, und taten dies dann auch.

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Noah hatte die Safeway App und somit konnten wir ab sofort bis zu 30% im Supermarkt sparen. Zusätzlich konnten noch mehr sparen wenn wir aus der Angebotszeitschrift die Gutscheine nutzten.

Außerdem trafen wir noch Isa, die von Fairbanks nach Mexiko radelt und nur auf dem Campingplatz gelandet ist, weil sie kein Navi hatte und falsch abgebogen ist. Alle Oregon State Park Campgrounds kosten nur zwischen fünf und zehn Dollar. Für die meisten Duschen muss man aber noch extra einen Dollar zahlen.

Naomi und Noah wollten in zwei Tagen einen 200-km-Versuch bis nach Kalifornien wagen. Deswegen entschieden wir uns zur Vorbereitung für nur einen kurzen Tag von 30 km. Das passte auch Bailey und Keane. Und so hatten wir an Tag 111 viel Zeit. Nach einem kurzen Regenschauer in der Früh gab es Frühstück/Mittagessen zu sechst in einem Café, bevor es dann die paar Kilometer zum nächsten Campingplatz ging. Leider war der nächste Supermarkt noch 4 km weiter. Also 8 km extra.

Langstrecke zu den Redwoods

An Tag 112 wurde ich in der Früh von Noahs Wecker um 5:30 Uhr geweckt, der dann mit Naomi so früh startete. Ich wollte die 200-km-Challenge nicht machen, da ich wusste, dass es mir keinen Spaß machen würde. Ich ließ es ruhig angehen und hatte einen ruhigen Tag, der kühl und bewölkt war. Dafür gab es größtenteils Rückenwind.

Ich bin erst gegen zehn losgekommen, nachdem ich meine bereits offene Schokomilch gesucht hatte. Anscheinend hat sie ein Waschbär in die umliegenden Büsche gezogen, wo Keane sie in der Früh fand. Zum Mittagessen fand ich eine kurze Lücke in der Sonne und stellte fest, dass Naomi und Noah bereits 60 km vor mir waren. Das entspricht ungefähr den 3 Stunden Unterschied.

An der 95-km-Marke war es aber erst 15:30 Uhr und der nächste Campingplatz wäre erst in weiteren 45 km. Trotz niedriger Motivation entschied ich mich weiterzufahren, da es doch zu kühl war, um so früh Feierabend zu machen. Dafür musste ich aber gleich mal 300 hm klettern, um Cape Sebastian zu erreichen. Leider lag der Aussichtspunkt noch höher und in den Wolken. Kurz vor Brookings machte ich noch einen Stopp bei den Felsen vom Secret Beach und den Natural Bridges. Es war definitiv wert, aber mit der Dunkelheit am Horizont konnte ich nicht zu viel Zeit verbringen.

Um 18:30 Uhr und 140 km in 8:30 Stunden bin ich dann auf dem Campingplatz angekommen und traf Isa wieder und lernte Miriam kennen, die auch alleine von Kanada nach Argentinien radelt. Sie hat schon von Anfang an mit zweieinhalb Jahren Hersch für die Tour geplant 😅. Außerdem war es der erste Campingplatz, der richtig voll mit anderen Radreisenden war (10). Ich musste noch im Dunkeln kochen und die Klamotten trockneten nach einer warmen Dusche leider nicht mehr.

Fazit

Oregons Küste hat mir sehr gut gefallen. Leider waren doch mehrere Tage im Nebel und es war dann doch kühler dadurch. Das tat aber der Schönheit, der Küste nichts und ist bisher immer noch eine der schönsten Küstenabschnitte.

Auch war schön an der Küstenroute angekommen zu sein und so andere Radreisende zu treffen. Es ist einfach angenehm, mit Leuten zu reden über die gleichen täglichen Erfahrungen nicht immer die gleiche Geschichte erneut erzählen zu müssen.

Ich hoffe nun, dass es mit den nächsten Blogpost schneller vorangeht und ich wieder etwas aufholen kann. Im nächsten Teil geht es dann nach Kalifornien und durch die Redwoods, bis nach San Francisco, wo ich wieder Zeit hatte, ein paar Pausentage einzulegen.

Und nun nur für meine Sponsoren sichtbar das Bild meiner Pizza aus San Francisco. Vielen Dank euch 😊

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