Great Divide Mountainbike Route und Trans Canada Trail

Great Divide Mountainbike Route und Trans Canada Trail
Verraucht auf einer Trestle auf dem C&W Rail Trail.

Dieses Mal folgt ihr meinem Weg weiter, südlich von Banff auf der Great Divide Mountainbike Route bis nach Montana. Dort drehten Naomi und ich um und folgten dem Trans Canada Trail Richtung Westen nach Vancouver. Warum es nur 15 Minuten in Montana waren lest ihr jetzt hier.

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Vom 3.8.2026 bis 15.8.2026: 13 Tage, 1002 km, 8865 hm und 1 Platten

GDMBR in Kanada

Erste Aufgabe des Tages war es meine Taschen auszusortieren. Richard und Ulli würden mich nur noch einen halben Tag begleiten und danach ihren Weg nach Calgary fortsetzen, um von dort aus Heim zu fliegen. Ich habe Ulli meine Mütze, Handschuhe und eine meiner zwei gepolsterten Hosen mitgegeben. Mit Richard habe ich meine zweite Powerbank gegen ein Teardrop Thermometer (kleines Thermometer das auch die Min und Max seit dem letzten Reset anzeigt) und seinen Wasserfiltersack getauscht. Der Wasserfiltersack von mir war nur über eine kleine Öffnung befüllbar und hielt keine 500ml. Seiner lässt sich auf einer Seite ganz öffnen und hält 2 Liter.

Icefields Parkway und die kanadadischen Rockie Mountains
Dieser Blogpost begleitet mich auf einer der schönsten Straßen der Welt von Jasper nach Banff.

Bevor es losgehen konnte musste ich noch den Fehler finden, denn seit meinem Kettentausch am Vortag schliff die Kette im niedrigstem Gang. Ich musste feststellen dass der Laden sie falsch durch den Spanner verlegt haben und das Problem nur bei den kleinsten Gängen auftrat. Also noch das Reparieren. Danach hatte ich plötzlich nur noch 10 statt 11 Gänge. Es hat sich die Feinjustierung gelockert aber das war auch schnell wieder justiert.

Vom Campingplatz ging es zum nächsten Supermarkt um für 2 Tage essen zu kaufen. Dort trafen wir auch den ersten anderen Great Divide Radler aber sahen ihn die kommenden Tage nicht mehr. Nach paar Minuten durch die Stadt erreichten wir den Parkplatz der den Offroad-Start markiert. Aufregung war zu spüren da ich nie dachte dass ich an dieser aus Videos bekannte Stelle jemals selber starten würde.

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Die Great Divide Mountain Bike Route ist eine rund 4.300 Kilometer lange, weltberühmte Bikepacking-Strecke, die von Jasper in Kanada entlang der Kontinentalwasserscheide bis an die mexikanische Grenze in New Mexico führt. Die zu 90 Prozent unasphaltierte Route hat insgesamt über 61.000 Höhenmetern auf größtenteils Forst- und Schotterwegen. Das Tour Divide Rennen startet in Banff und hat ein paar Abwandlungen. Die Bestzeit von 2026: 11 Tage 8 Stunden (350+ km pro Tag).

Die ersten 20 Kilometer ging es auf einem Wanderweg bergauf, mit einigen groben Schotterstücken, an denen ich schon zweifelte ob dies wirklich etwas für mich ist. Aber wir schafften es zum Canmore Cutoff, einer Abkürzung der offiziellen GDMBR. Dort trennten sich die Wege von Richard, Ulli und mir, die nach einer kurzen Mittagspause, zurück nach Banff radelten. Für Naomi und mich ging es auf weiter Richtung Süden entlang eines Sees, auf einer sehr staubigen Schotterstraße. Aufgrund von einer Sperrung für Autos war sie nicht stark befahren.

Nach 45 km Waschbrettstraße erreichten wir den Peter Lougheed Provincial Park und Asphalt. Auf dem Weg zu unserem Zeltplatz hatten wir noch eine gefährlichere Bärbegegnung. Ein Rancher teilte uns mit dass sie die Bären tracken und vor uns ein Grizzly mit zwei Jungen sei. Er würde links von uns fahren und uns schützen. Als wir langsam an der Mutter vorbeifuhren sah ich aus dem Augenwinkel dass die Jungen aber rechts von uns waren. Der Mutter gefiel das langsame Tempo des Pickups nicht und wollte vor diesem vorbei auf unsere Seite. Der Rancher zog das Auto vor aber ließ Naomi hinter mir auf der freien Straße. Dort wollte auch der Grizzly die Straße queren. Nur durch Lärm des Ranchers ließ sich der Bär verlangsamen. Wir radelten so schnell wie möglich weiter und schauten uns nicht um.

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Das war die brenzligste Bärenbegegnung der bisherigen Reise.

Tag 66 begann bei kaltem Wetter und Frost auf den Bänken außerhalb des Waldes. Meine Teardrop Thermometer sagte mir dass es -1 Grad als Tiefstwert in der Nacht hatte. Aber kalt blieb uns nicht lange denn direkt am Campingplatz startete der Elk Pass Anstieg. 9 km Trail der uns von Alberta wieder nach British Columbia brachte (ohne Zeitverschiebung). 2 Abschnitte waren mit bis zu 22% Steigung. Bei denen musste ich auch mal schieben. Auf der anderen Seite ging es auf einer Forststraße mit losem Schotter 50 km bis nach Elkford leicht bergab. Dort hatten wir auf dem Campingplatz eine benötigte Dusche von dem ganzem Staub. Auch trafen wir auf Phill, der seit seiner Rente jedes Jahr den Elkpass bestreitet und lud uns zum Abendessen auf einen Burger ein.

Raus aus den Rockies und Montana

An Tag 3 auf dem Great Divide entschieden wir uns größtenteils auf dem Highway und Asphalt zu fahren. Naomi führte mich auch in Tim Hortons (günstige kanadische Kaffeekette) ein mit einem Sandwich und einer heißen Schokolade. Da es ab Sparwood sehr voll auf dem Highway war, folgten wir dem Stück bis Fernie der Route unterhalb einer Stromleitung. Dort gab es dann ein Sub-Sandwich von Subway und eine Too-good-to-go Box mit unserem Abendessen von Circle-K.

Um es zu unserem Schlafplatz zu schaffen nutzten wir wieder den vielbefahrenen Highway 3 bis Elko. Dort hatten wir unseren ersten Tunnel der Reise. Es war mir ein kurzer aber ohne einen schönen Seitenstreifen war es kein toller. Danach verschwanden die Berge und eine verrauchte flache Landschaft breitete sich vor uns aus. Auch die Temperaturen stiegen damit noch mal etwas, aber es gab noch ein Eis bevor wir durch einen Wald zu unserem Schlafplatz am Fluss redelten. Mit der Hitze ging ich auch noch kurz baden (ich hätte echt eine Badehose einpacken sollen). Es war auch der erste Abend wo ich meine Stirnlampe auspackte um nach dem Sterne schauen ins Bett zu finden.

Tag 4 folgten wir auch nur dem Highway zur Grenze Roosville nach Montana, USA. Es war verraucht deswegen landschaftlich kein Highlight. Ich hatte mir das B2 Visum mit einem Vorstellungsgespräch im Konsulat in München organisiert aber Naomi wusste nicht dass Kanada kein Ausreiseland ist und das Visum weiter lief. Mit ihrem 90 Tagen blieben ihr an der Grenze nur zwei Möglichkeiten: die USA in ihren restlichen 30 Tagen zu durchqueren oder in Kanada abzuwarten und ein neues nach dem Ablauf beantragen. Ich hätte mit ihr den Great Divide gemacht aber nicht in 30 Tagen. Sie entschied sich meinem originalem Plan zu folgen, nach Vancouver zu radeln und dann die Westküste der USA zu machen.

Nach 15 Minuten verließ ich also die USA wieder und wir machten uns auf den 35 km Rückweg. Wir fuhren aber noch 10 Kilometer weiter um wenigstens ein wenig Fortschritt an dem Tag gemacht zu haben. Wir hielten im Laufe des Tages an 4 Tankstellen für 2 Eis und 2 süße Getränke.

Trans Canada Trail und Kettle Valley Rail Trail

Nachdem wir nun einen Monat Zeit hatten bis wir in die USA einreisen konnten und es nur 1000 km bis Vancouver waren ließen wir es ruhig angehen. So radelten wir nur 40 km bis nach Cranbrook. Teils war es nur ein Trampelpfad neben dem Highway aber vor der Stadt wurde es ein Rail Trail (ehemalige Zugstrecke). Das war Teil des Trans Canada Trails, einer Ansammlung von Wegen durch gesamt Kanada. Dort genossen wir es seit langem wieder in einer größeren Stadt zu sein. Wir waren zuerst bei Tim Hortons und dann bei McDonald's. Am Abend hatten wir dann auch über Warmshowers einen Schlafplatz im Garten mit einem gutem vegetarischem Curry. Normalerweise hätte mich mir so etwas nie gemacht oder bestellt aber es war richtig gut. Neben einer Dusche konnten wir auch unsere staubigen Klamotten waschen.

Morgens wurde ich von Naomi telefonierend geweckt da ich lange geschlafen habe. Los kamen wir erst um 10:30 nach einem gutem Frühstück und der Routenplanung. Wir hätten dem Highway 3 folgen können oder einen Pass auf einer Schotterstraße fahren können und danach mit einer Fähre den Highway weiter vermeiden können. Auf der Waldbrandkarte von British Columbia lag aber direkt am Rand der Passstraße ein Feuer. Da das Feuer aber schon älter war riskierten wir es. Der Himmel war sowieso sehr diesig rötlich deswegen hatten wir auch keinen Ausblick zu erwarten. Wir machten noch einen Kaffee und Supermarktstopp bevor wir dann um 1 dem nächsten Rail Trail für 17 km in die Berge folgten. Kurz vor dem Start der Schotterstraße hatten wir noch eine Limonade von einem Kinderlimonadenstand.

Auf dem Gray Creek Pass hatten wir noch paar einstaubende Fahrzeuge für die ersten Kilometer aber danach haben wir nur noch ein Schweizer Bikepacking Paar getroffen. Nach 30 km erreichten wir den ersten Anstieg und den Waldbrand. Dort war es auch das einzige Mal für ca. 5 km dass wir den Rauch schmeckten. Wir fuhren noch bis vor den wirklichen Passanstieg 10 km weiter und fanden eine flache Fläche zum zelten. Naomi wollte sich gerade in die Büsche verschlagen als sie Sekunden später wieder rauskam und erschrocken erzählte Bärenohren paar Meter neben ihr gesehen zu haben. Während sie das erzählte rannte ein mittelgroßer Schwarzbär aus dem Gebüsch so schnell er konnte in die andere Richtung. Ansonsten war es eine ruhige Nacht.

In der Früh war es weniger verraucht und sollte sich nach dem Pass noch weiter verziehen. Nach dem Frühstück stellte ich fest dass ich meinen dritten Platten hatte. Also flicken und dann noch Wasser filterten bevor wir losradelten. Es begann sofort der 25 km lange, 1000 hm Anstieg auf sehr grobem Schotter mit teilweise 15+%. Ich musste aber nie absteigen. Naomi dagegen schon da sie zu oft von großen Steinen versetzt oder aufgehalten wurde. Oben angekommen hatten wir eine kurze Snackpause und freuten uns dann auf 1500 hm und 12 km Abfahrt. Leider war die Straße zwar breiter aber nicht besser als der Aufstieg. Einige große Steine und viele ausgewaschene Rinnen die man erst spät sah verhinderten eine schnelle Abfahrt. Ich war froh wieder unten auf Asphalt zu sein.

Es gab gleich mal ein Mountain Dew und eine gute Zimtschnecke bevor es auf die Fähre Richtung Nelson ging. Dort haben wir uns auch noch mal einen Warmshowers Host organisiert. Eine Familie die uns aufnahm trotz ihres zwei Tage später bevorstehenden Island Bikepackingtrip. Sie ließen uns drinnen schlafen aufgrund des wieder stärkeren Rauchs. Zum Abendessen gingen wir aber in die Stadt auf einen Burger.

Nachdem ich von dem Kind früh geweckt wurde ging es auch früh zum nächsten Café. Dort wartete ich bis der Fahrradladen aufmachte. Mein Tretlager machte Geräusche seit dem Pass aber wie sich nach einer Reinigung feststellen musste, war es nur das Pedal in dem sich das Lager verabschiedet. Leide stellte das nicht der Fahrradladen fest sondern ich als es zurück war. Mit etwas Öl lief es aber geräuschlos weiter. Während ich auf die Reparatur wartete erstellte ich wie Naomi es auch schon hat, ein Schild das an meinem Fahrrad herunter hängen konnte. Ich hielt es schlicht, schwarz-weiß, ließ die Seite Papier noch laminieren und lochen. Ich malte es nicht selber 😅. Später am Straßenrand fand ich einen Schnürsenkel um es zu montieren. Jetzt sprechen mich die Leute öfter an aber nach 4 mal am Tag die selbe Geschichte zu erzählen wird es ermüdend.

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Mit den Strassenrandfunden hätte ich schon einen einfachen Werkzeugkoffer zusammenstellen können. Hammer, Schraubenzieher unterschiedlichster Form, Stemmeisen und Zangen. Schrauben und Nägel in jeglicher Form und Größe natürlich auch. Das nützlichste sind aber die Fensterputztücher die täglich im Straßengraben zu finden sind. Die sind sehr praktisch zur Kettenreinigung.

Bevor es vom Fahrradladen losging erhielten wir noch zwei FFP2/N95 Masken von jemandem der mich auf meinen Brooks Sattel angesprochen hatte. Wir folgten dem Highway bis nach Castlegar. Dort hatten wir für die Nacht einen Campingplatz. Die Kinder vom Nachbarstellplatz erzählten uns dass sie einen Bären gesehen haben. Im Zelt hörten wir dann eine Autoalarmanlage losgehen und wie etwas das sich wie ein Pferd anhörte vorbei rannte. In der Früh erzählten sie uns dass ein Bär eine Wasserflasche aus dem Pickup geklaut hatte.

Nur halbwegs ausgeschlafen machten wir uns auf, auf den Columbia und Western Rail Trail der direkt hinter der Stadt beginnt. 40 km bergauf mit 3 alten Holzbrücken und 4 Tunneln standen auf dem Tagesprogramm. Ich freute mich auf diese Highlights aber da es verraucht war hatte man keine Aussicht auf den unten liegenden See. Naomi gefiel es nicht da es mit nur 1-3 % stetig bergauf ging. Nach bereits 10 km im Anstieg fragte sie mich wann es losgeht da es nicht sichtbar sondern nur langsamer bergauf und voran ging. Am Pass war auch noch ein älterer Waldbrand im Gange den wir aber nicht merkten aber vorsichtshalber noch 15 km bergab fuhren bevor wir an einem Picknicktisch und neben einem Fluss Feierabend machten.

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An Tag 74 ging es weiter auf dem Rail Trail bergab. Unten hielten wir an einem Café für einer heiße Schokolade. Als wir wieder auf dem Rail Trail waren querten wir auf einer alten Eisenbahnbrücke einen Fluss in dem einige Leute schwammen und von den Klippen sprangen. Das musste ich auch machen, da es schon wieder über 25 Grad waren. Mit dem längsten Seil schwang ich mich ins Wasser. Sehr spassig.

In Grand Forks wechselten wir den Trail auf den Kettle Valley Rail Trail, nach einer Pause und Abendessen bei Pizza Hut. Dem Trail folgten wir noch 12 km aus der Stadt und fanden dort unser angepeiltes Tagesziel. Eine Hütte mit 2 Stockbetten und einem Esszimmer. Dort warteten wir noch auf das Gewitter bevor wir schlafen gingen.

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Ihr könnt Naomi auf Instagram und Youtube folgen: @naominim

In der Hütte war das für Naomi und mich eine der schlechtesten Nächte bisher. Eigentlich war nichts falsch aber irgendwie nicht richtig. Den Regen in der Früh warteten wir noch ab bevor es weiter durch Tunnel und über Brücken ging. In Greenwood machten wir unsere Mittagspause und folgten danach weiter dem immer schlechter gepflegten Rail Trail bis Rock Creek radelten.

Highway 3

In Rock Creek entschieden wir uns auf den Highway zu wechseln da der Rail Trail Richtung Norden in die Summerland Waldbrände führte. Es war schön einen Anstieg auf Asphalt zu fahren. Am Abend hatten wir dann eine kostenlose Recreational Site. Leider lag diese in einem Tal deswegen war die Sonne schon weg als wir ankamen und ich konnte nicht mehr im Fluss baden gehen. Dafür war es schon ruhig.

Im Gegensatz zur vorherigen Nacht war es eine gute Nacht. Als wir losradelten hatten wir noch einen Bären an der Ausfahrt aber für uns kein Problem mehr. Direkt ging es los mit einem 7 km langem Pass aber ich sah einen anderen Radler voraus und jagte diesen. Paar Meter vorm Pass holte ich ihn auch voll verschwitzt ein aber er wollte nicht ratschen und bis auf ein Hi radelte er weiter. Als ich dort auf Naomi wartete merkte ich dass ich einen leichten Platten hatte. Ich pumpte ihn einfach wieder auf. Alle zwei Tage musste ich es nachpumpen aber bis zu einem neuen Mantel in Vancouver funktionierte es.

Hinab nach Osoyos hatten wir eine 1500 m Abfahrt aber ich stellte keinen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Kurz vor der Stadt hielten wir an einem Obststand und verzehrten dort noch eine kleinere Wassermelone. In der Stadt hatte es dann schon 29 Grad und wir suchten uns ein Mittagessen bei Subway. In dem Ferienort aßen wir es am See und waren nicht motiviert in der Hitze weiter zu radeln. Als wir uns eine Stunde später aufrafften schafften wir es nur zum Stadt Museum zum Abkühlen und danach zu Tim Hortons. Als wir unsere Übernachtungsmöglichkeiten prüften fanden wir einen Platz neben dem Fluss der aber noch 60 km entfernt war. Also mussten wir uns doch wieder in die Hitze zwingen und aus dem Wüstental heraus radln. Im nächsten Tal fanden wir dann ein ganz anderes Klima vor und überall Obstplantagen. Eine schöne Abwechslung.

Am Fluss am Abend kam noch Harry, ein Freund von Naomi, mit seinem Auto. Er war eigentlich Obst pflücken war aber aufgrund des Feuers weiter nördlich von uns arbeitslos, denn sein Arbeitsplatz ist abgebrannt. Er wartete auf den nächsten Job und hatte Zeit. Nach so einem langem Tag war der Fluss auch eine schöne Abkühlung und erfrischend.

Da unser Schlafplatz auch neben dem Highway war, war es etwas lauter und ich am nächsten Morgen nicht ausgeschlafen. Aber nach 10 km fanden wir ein Café und ich meine heiße Schoki. Damit ging es dann gestärkt die 40 km weiter nach Princeton aber auf dem altem Highway, der ruhig war aber dafür deutlich hügeliger. Angekommen wartete Harry schon auf uns. Bevor wir aber uns einen Burger bei A&W kaufen konnten trafen wir noch eine Familie in den Ferien von denen jeder ein Foto mit uns machen wollte. Wir verbrachten den Nachmittag und Abend auf einem Campingplatz an einem See und genossen diesen.

Nachdem ich meine Matratze nicht richtig verschlossen hatte wachte ich ohne Luft auf und war somit sehr müde in der Früh. Außerdem war mein Plan direkt nach Vancouver zu radeln aber da Naomi davor noch nach Whistler wollte sollten sich unsere Wege trennen. Dazu kam dass mein letzter richtiger Pausentag in Smithers vor 28 Tagen war, entschied ich mich noch einen Tag am See und in Princeton zu verbringen. Da Harry auch nichts Besseres zu tun hatte blieb er auch. Da schloss sich Naomi auch noch an. Mit dem Auto verbrachten wir dann den Mittag in einem Café in der Stadt und den Nachmittag am See.

Fazit

Auch wenn vor dem Start der Reise der Great Divide Route nur eine 10% Wahrscheinlichkeit gab das ich sie fahren würde, hätte ich es mit Naomi gemacht. Für sie war es leider nicht toll nach Vancouver zu radln und keinen wirklichen Fortschritt zu haben. Da es mir aber gefallen hat werde ich die Route sehr wahrscheinlich in der Zukunft nochmal angehen.

Der Abschnitt danach war leider sehr verraucht und von Verkehr geprägt. Die Rail Trails haben mir aber sehr gut gefallen und ich wäre Sie ebenfalls gerne weitergefahren. Auf Vancouver Island wartet schon der nächste auf mich 😉.

Es war schön den Mix aus Abgeschiedenheit und Zivilisation nun selber bestimmen zu können. Im Süden von Britisch Columbias gibt es wieder täglich mehrere Geschäfte zum einkaufen, wenn man sich für diesen Weg entscheidet. So auch die Gastfreundschaft. Mir hat der Abschnitt gut gefallen und freue mich nun auf Pausentage in der Großstadt.

Nächstes Mal geht es dann weiter nach Vancouver, entlang der Sunshine Coast und auf Vancouver Island. Also gleich zum Newsletter anmelden:

Und nun nur für meine Sponsoren sichtbar das Bild meiner Pizza aus Vancouver. Dieses mal eine von Tim Hortons. Vielen Dank euch 😊

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